Wir besuchen die Wildtierrettungsstation SANCCOB 16.10. + 16.11.21

Aktualisiert: vor 4 Tagen



Zwei Tage nach unserer Ankunft in Kapstadt besuchten wir die Wildtierrettungsstation SANCCOB, die nur ca. 500 m von unser ersten Unterkunft entfernt war. Diese Wildtierrettungsstation hat sich auf Wasservögel und vor allem Pinguine spezialisiert. Hier werden verletzte oder kranke Pinguine sowie verwaiste Jungtiere liebevoll wieder aufgepäppelt. Außerdem werden hier auch verlassende Pingiuneier ausgebrütet. Das oberste Ziel der Einrichtung ist die Auswilderung der rehabilitierten bzw. geretteten Pinguine. Nur wenn die Überlebenschancen in der freien Natur zu gering sind, da sich die Tiere zu sehr an den Menschen gewöhnt haben, bleiben die kleinen Frackträger ihr Leben lang dort.

Der Besuch war sehr spannend und interessant, aber zugleich auch traurig zu sehen, wie viele Tiere durch unseren Müll, durch Überfischung, Ölverschmutzungen oder durch den Verlust ihres Lebensraumes dem Menschen zum Opfer fallen. Der Brillenpinguin ist die letzte noch in freier Wildbahn lebende Pinguinart Afrikas. Sein Bestand ist allerdings sehr bedroht. Im Jahr 2016 lebten nur noch 2-2,5% des ursprünglichen Bestands. In Zahlen entspricht dies nur noch 15.000 brütenden Pärchen in Südafrika und Namibia. Heute gibt es vom afrikanischen Brillenpinguin nur noch zwei Festlandkolonien, welche sich in Betty´s Bay und dem berühmten Boulders Beach befinden. Wir werden diese natürlich besuchen!


Mit einem sehr großen Aufwand werden bei SANCCOB die Pinguine gepflegt und auf ihre Auswilderung vorbereitet.



Genau einen Monat später, dieses Mal mit warmen Temperaturen und Sonnenschein, sind wir erneut zu SANCCOB gefahren, um unsere beiden adoptierten Pinguine sehen zu können. Meine Mama hat ebenfalls ein Pinguinei adoptiert, um die vorm Aussterben bedrohte Tierart zu unterstützen.

Darf ich auf dem ersten Foto vorstellen: Delmara (spanisch: „vom Meer kommend“). Mit einer Rückenverletzung wurde sie als flauschiges Küken in Bettys Bay (Stony Point) gefunden. Mittlerweile ist sie schon ordentlich gewachsen (siehe zweites Foto). Das dritte Foto zeigt Floppy von Matthias. Floppy kam Anfang November mit einer Augenverletzung in die Pflegestation. Erfreulicherweise konnte er schon nach knapp zwei Wochen wieder in die Natur entlassen werden.


Wir adoptieren zwei Pinguine und nennen sie Delmara und Floppy.


Nach einer festen Reihenfolge müssen die Pinguine mehrmals täglich unterschiedlich lang im Wasser schwimmen. Der Kontakt zu den Menschen wird auf ein Minimum reduziert.


Beim zweiten Besuch haben wir es sehr genossen zu sehen, wie viele freiwillige Helfer (volunteers) dort unterstützt haben. Leider gibt es für uns als internationale volunteers umfangreiche Vorgaben, um auch aktiv mithelfen zu können. Wir hoffen daher sehr, dass wir am Ende unserer Reise dafür nochmal die Möglichkeit bekommen. Wir werden mit SANCCOB in Kontakt bleiben. Auch deshalb, weil noch eine Auswilderungen von Pinguinen live mitverfolgen möchten.


Wir wünschen euch einen schönen Tag,

Matthias und Stephi


#Tiere #Tierschutz #Pinguine #afrikanischerPinguin #Wildtierrettungsstation #SANCCOB



Quellen und weitere Infos:

https://sanccob.co.za/about-us/#do (Letzter Zugriff: 02.11.21)

https://m.dw.com/de/brillenpinguine-gucken-in-die-röhre/a-19407227 (Letzter Zugriff am 13.11.21)

https://www.pinguinwissen.de/Bedrohung.php (Letzter Zugriff: 02.11.21)




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