• Stephi

3 von 5 im Hluhluwe-iMfolozi-Park 29.11.12


Um kurz vor halb sieben fuhren wir nach einem schnellen Frühstück von unser aktuellen Campsite, der Bushbaby Lodge, in den 30 Fahrminuten entfernten Hluhluwe-iMfolozi-Park (ausgesprochen „Schluhschluhwie 😉“). Bei unserer Ankunft beim Gate wurden wir sofort von Pumbaa und seiner Familie neugierig in Empfang genommen :-).


Irgendwie haben diese Warzenschweine etwas Niedliches an sich :-). Und diese Familie sollte nicht die Letzte sein, der wir an diesem Tag begegnen.


Beim Hluhluwe-iMfolozi-Park handelt es sich um das älteste Wildschutzgebiet in ganz Afrika, welches 1895 im Zululand in der Provinz KwaZulu-Natal errichtet wurde. Der Park ist ungefähr 1,5 mal so groß wie die Fläche von Hamburg. Das Gelände ist überwiegend hügelig und besitzt eine sehr vielfältige Vegetation mit vielen Wasserlöchern sowie zwei Flüssen, die durch den Park hindurchfließen. Daher bietet dieses Gebiet zahlreichen verschiedensten Tierarten, die zum Teil stark bedroht sind, Lebensraum. Hierunter fallen auch die „Big Five“ zu denen der Elefant, das Nashorn, der Wasserbüffel, der Löwe und der Leopard zählt.


Früh haben wir unsere Unterkunft verlassen, damit wir ausreichend Zeit im Park haben.


Das Schöne ist, dass dieser Park sowohl mit dem eigenen Fahrzeug (self-game-drive) als auch in einer geführten Tour zu erkunden ist, in welcher Ranger einen durch das Gelände fahren. Wir haben uns selbstverständlich für die erste Option entschieden :-)! Nachfolgend haben wir euch die schönsten Fotos von unserer Safari zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen und Anschauen der Fotos!


In unserer „Self-Drive-Safari“ erkunden wir den Park ganz für uns alleine. Das Auto wird, außerhalb der offiziellen Picknickspots, die ganze Zeit nicht verlassen.



An einem Wasserloch sind wir auf diese große Herde von Wasserbüffeln gestoßen, die sich offenbar pudelwohl fühlten. Selbst der Afrika erfahrene Matthias hat diese Tiere noch nie in freier Wildbahn gesehen.


Die erste Tierart der „Big Five“ haben wir entdeckt.


Nur wenige Minuten nachdem wir die Wasserbüffel entdeckt hatten, trauten wir unseren Augen nicht als sich plötzlich zwei Breitmaulnashörner (englisch White Rhinos) näherten und sich zu den Büffeln ins Wasser gesellten, um sich abzukühlen. Und schon haben wir die zweite Tierart der „Big Five“ erleben dürfen. Nur kurze Zeit später sahen wir drei weitere Exemplare. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen konnten, wir sollten an diesem Tag noch über 20 dieser sehr gefährdeten Tiere sehen.


In einigen Parks entfernen die Parkranger die Hörner der Tiere, damit sie Wilderen nicht mehr zum Opfer fallen können. In diesem Gelände musste diese Maßnahme glücklicherweise noch nicht ergriffen werden.


Nach einer Mittagspause mit köstlichen Sandwiches und zwei Latte macchiatos verringerte Matthias den Luftdruck in unseren Reifen, damit wir optimal für die anstehende Schotterpiste (englisch gravel) vorbereitet waren. Völlig unerwartet sahen wir bereits nach wenigen Kurven eine große Elefantenherde, die vor unseren Augen die Straße überquerte. Das war so schön anzusehen! Ich kletterte fix durch den Toyo, um von unserer Dachluke diesen schönen Moment festhalten zu können (siehe auch erstes der drei folgenden Fotos).


Wir waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Damit durften wir heute sogar schon die dritte Tierarten sehen.

Nachdem wir vorsichtig weitergefahren sind erkannten wir später dieselbe Herde wieder, wie sie an diesem heißen Tag genüsslich ein Schlammbad genoss. Dies ist nicht nur eine erfrischende Abkühlung, sondern der Matsch bietet zudem einen zuverlässigen Schutz gegen lästige Insekten.


Die Jüngsten der Herde hatten den größten Spaß im Wasser währenddessen zwei erwachsende Exemplare immer wachsam die Umgebung im Blick hatten.

Regenzeit bedeutet auch Babyzeit.


Wir sind noch immer erstaunt, wie viele Jungtiere zu dieser Jahreszeit zu beobachten sind. In der Regenzeit gibt es nicht nur sehr viel Regen, sondern es ist auch die Zeit, in der der süße Nachwuchs geboren wird. Überall konnten wir sehen, wie kleine Warzenschweine quiekend herumtobten, langbeinige Impalajungtiere in großen Gruppen im Schatten lagen oder sich Mütter liebevoll um ihren Nachwuchs kümmerten. Ganz am Ende unser Safari durften Matthias und ich noch ein weiteres Highlight erleben. Wir sahen sogar ein Breitmaulnashornbaby. Dies ist deshalb so erfreulich, da diese Spezies vor einigen Jahrzehnten kurz vor dem Aussterben stand. Durch die Schutzmaßnahmen in KwaZulu-Natal konnte sich der weltweite Bestand (!) langsam erholen.



Weit von der Straße entfernt konnten wir die beiden erblicken. Das Nashorn ist das Logo der Parks in der Provinz KwaZulu-Natal.


Dass wir an diesem Tag keine Raubkatzen oder andere Raubtiere (Prädatoren) wie Wildhunde gesehen haben, war für uns beide völlig unerheblich. Wir sind dankbar und noch immer sprachlos überhaupt so viele Tiere dort gesehen zu haben.

Nach ziemlich genau 12 Stunden ging unsere erste offizielle Safari zu Ende. An dieser Stelle möchte ich noch betonen, dass Matthias, mir zu Liebe, die ganze Zeit den Toyo gefahren ist, damit ich meine allererste Safari voll genießen und mich aufs Fotografiere konzentrieren kann ☺️.


Wir wünschen euch einen schönen Tag,


Matthias und Stephi




Weitere Infos und Quellen:


www.kznwildlife.com (letzter Zugriff am 12.12.21)

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